Das Nesselwanger Heimathaus

zur Startseite / Logo Nesselwang



Zum Vergrößern anklicken

 

Das Nesselwanger Heimathaus:
Historische Handwerkssölde und Museum

Die Marktgemeinde Nesselwang erwarb 1994 das 1807 nach einem Brand wieder erbaute Anwesen an der Füssener Str. 13 mit dem Hausnamen „beim Glaser“. Dem damals neu gegründeten Heimathausverein wurden Renovierung des Gebäudes sowie die Gestaltung und der Betrieb als Heimathauses übertragen.

 

Sanierung und Gestaltung als Heimathaus

Dank des unermüdlichen, ehrenamtlichen Einsatzes des Heimathausvereins und des finanziellen Engagements der Marktgemeinde Nesselwang als Eigentümerin wurde das zweihundert Jahre alte Anwesen beispielhaft saniert und komplett als Heimathaus gestaltet.

Bei der 1995 begonnenen grundlegenden Renovierung kam dem Heimathausverein neben der Beratung durch Fachstellen gelegentlich auch die tatkräftige Mithilfe aus der örtlichen Gemeinschaft zu Gute. Mit Beratung der Bayer. Landesstelle für nichtstaatliche Museen wurde vom Heimathausverein ein umfassendes Ausstellungskonzept erarbeitet und abschnittweise in Eigenregie umgesetzt.

Beiträge von Sponsoren und in gewissem Maße auch Zuschüsse übergeordneter staatlicher und kommunaler Stellen waren bei der Realisierung hilfreich.

 

500 m² Ausstellungsfläche

Im Hauptgebäude werden die Wohn- und Arbeitsverhältnisse mit dem wirtschaftlichen und sozialen Umfeld seiner Entstehungs- und Nutzungszeit als Handwerkssölde gezeigt. Besonders interessant sind dabei die unterschiedlichen Nutzungsarten unter einem Dach. Da ist zum einen die kleine Landwirtschaft mit Stall und Scheune. In der kleinen Austragswohnung steht einer der vier qualitätsvollen Kachelöfen des Hauses. Zum anderen die volleingerichtete Glaserwerkstatt im Erdgeschoss in der die Arbeitsweisen im Glaserhandwerk des späten 19. Jhd. zu sehen sind.

In der Heimatpflege ist auch die Wahrung des agrarkulturellen Erbes wichtig. Zur schwierigen Ertragslage im Allgäu und dem lange anhaltenden Vorrang der Selbstversorgung in der Land-, Alp- und Forstwirtschaft prägten noch vor ca. 70 Jahren teils Jahrhunderte alte Arbeitstechniken diesen Erwerbszweig.

Die Mechanisierung in der Landwirtschaft kam im Allgäu erst spät.

Die vormaschinellen, heute schon vielfach unbekannten Arbeits- und Wirtschaftsformen in der Land-, Alp- und Forstwirtschaft sind im Heimathaus museal, teils ortspezifisch, aufbereitet und nachvollziehbar dargestellt.

 

Das Rott-Fuhrwesen (Säumerei), war für Nesselwang über Jahrhunderte hinweg wirtschaftlich sehr bedeutsam. Mit dessen musealer Aufbereitung wird ein besonderer Akzent gesetzt.

 

>Nesselwang im Spiegel der Zeit<

Im ehem. Elternschlafzimmer im Obergeschoss des Wohnhauses ist seit 2013 die geschichtliche und kulturelle Entwicklung Nesselwangs samt der wirtschaftlichen, verwaltungsmäßigen sowie strategischen Stellung des Ortes seit seinen Anfängen dokumentiert.

Die Ortsgeschichte wurde unter dem Titel > Nesselwang im Spiegel der Zeit < museal attraktiv aufbereitet. Anhand von Texten, Bildern und Exponaten lässt sich die Entwicklung anschaulich nachvollziehen.

 

 

Text: Heimathausverein

Fotos: Erwin Reiter, Fotostudio Haslach und Heimathausverein

 

Nach Oben